Bildungsbeitrag des Faches Religion

Der Unterricht im Fach Religion setzt sich vom Menschen ausgehend mit existenziellen Lebensfragen in Bezug auf den eigenen Lebensentwurf und das Zusammenleben in der  Gemeinschaft auseinander. Dabei stehen die Grundlage und Lehre des Christentums im Fokus, ebenso werden aber unter anderem auch die jüdische und muslimische Perspektive einbezogen, um sich mit dem religiösen Pluralismus auseinanderzusetzen und den interreligiösen Austausch zu fördern.

So sollen die Schüler:innen in ihrer religiösen Dialog- und Urteilsfähigkeit geschult werden, um einen eigenen Zugang zur Wirklichkeit zu finden, damit sie in einer pluralen Gesellschaft  partizipationsfähig sind.

Der Christliche Religionsunterricht

Ab dem Schuljahr 2026/27 wird landesweit der christliche Religionsunterricht eingeführt. Dieser startet in Jg. 5 und wird so sukzessive in die höheren Jahrgänge eingeführt. Augenscheinlich neu ist hierbei, dass Schüler:innen beider Konfessionen an diesem Unterricht  teilnehmen, so, wie es am Gymnasium Brake schon lange Usus war. Der Religionsunterricht findet also in gemeinsamer Verantwortung nach evangelischen und  katholischen Grundsätzen statt, wobei der Unterricht staatlichem Schulrecht unterliegt und die  Ausgestaltung der Inhalte von den Religionsgemeinschaften sowie dem Staat vorgenommen werden.

Nein zur Indoktrination

Als die Väter unseres Grundgesetzes die Wertevermittlung in die Hände der Kirchen gelegt hatten, taten sie dies aufgrund der nationalsozialistischen Vergangenheit mit gutem Grund: Die Antworten auf die Grundfragen des Menschen kann der religiös und weltanschaulich neutrale Staat selbst nicht geben. Deshalb kooperiert er mit den Religionsgemeinschaften und Kirchen, die in Zusammenarbeit mit dem Staat für die Inhalte verantwortlich sind.

Im Religionsunterricht werden religiöse Dialog-und Urteilsfähigkeit und die Entwicklung einer starken Toleranz gefördert, die andere mit ihren Überzeugungen ernst nimmt.

Bis zur Abiturprüfung im Fach Religion

In der Oberstufe werden die Schüler*innen auf das wissenschaftliche Arbeiten vorbereitet. Anders als im Fach Werte und Normen besteht am Gymnasium Brake die Möglichkeit das Abitur als schriftliche und mündliche Prüfung im Fach Religion zu absolvieren. Eine Teilnahme am Religionsunterricht in der Sekundarstufe I erhöht dabei die Chance auf ein erfolgreiches Bestehen der Anforderungen im Abiturfach Religion, da in der Sekundarstufe I bereits methodische und inhaltliche Kompetenzen vermittelt werden, die auch in der Oberstufe zum Tragen kommen.

Der Religionsunterricht und seine Verbindung zu anderen Fächern

Besonders in der gymnasialen Oberstufe, aber auch in der Sekundarstufe I ist der Religionsunterricht fachbezogen, fachübergreifend und teilweise auch fächerverbindend. Dadurch wird die Aneignung strukturierten Wissens gefördert. Viele Inhalte anderer Fächer, wie Deutsch, Latein, Geschichte und Musik korrespondieren mit Inhalten des Religionsunterrichts. Der Religionsunterricht stärkt dadurch auch Kompetenzen in den genannten Fächern.

Zudem ist es eine Besonderheit, dass der Religionsunterricht im zweiten Halbjahr des zehnten Schuljahres für alle Schüler*innen, die die Leiste des bilingualen Unterrichts gewählt haben, auf Englisch stattfindet.