Wie verarbeitet man die Schrecken des Ersten Weltkriegs literarisch? Dieser Frage gingen am Freitag, dem 30. Oktober 2026, die Schülerinnen und Schüler der drei Geschichtsleistungskurse der Q2 in der Agora des Gymnasiums Brake nach. Zu Gast waren Barbara Müller und Annegret Kuilert von der Georg von der Vring-Gesellschaft sowie Bernd Stegemann von der Erich Maria Remarque-Gesellschaft, die in einem anschaulichen Vortrag Leben und Werk der Schriftsteller Erich Maria Remarque und Georg von der Vring beleuchteten.
Im Mittelpunkt des ersten Teils standen vor allem Remarques Lebensweg und der große Erfolg seines 1929 erschienenen Antikriegsromans Im Westen nichts Neues. Auch die Anfeindungen durch die Nationalsozialisten und das Aufführungsverbot der Verfilmung wurden thematisiert. Historische Tagebuchaufzeichnungen, zahlreiche Fotografien und Filmausschnitte machten die Person Remarque und sein literarisches Schaffen besonders eindrücklich greifbar. Anschließend richtete sich der Blick auf den Braker Schriftsteller Georg von der Vring und seinen bereits 1927 veröffentlichten Roman Soldat Suhren. Anhand ausgewählter Textstellen wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Werke herausgearbeitet. Während Remarque die Schrecken der Kampfhandlungen besonders drastisch schildert, legt von der Vring einen stärkeren Schwerpunkt auf den soldatischen Alltag sowie die Gedanken und Empfindungen seiner Figuren. Beide Werke verdeutlichen auf unterschiedliche Weise die Sinnlosigkeit des Krieges.
Der Vortrag bildete einen weiteren wichtigen Baustein des umfangreichen Projekts rund um Soldat Suhren, in dessen Rahmen der Geschichtskurs von Herrn Schwoon in Kooperation mit der Georg von der Vring-Gesellschaft derzeit einen eigenen Podcast erarbeitet.
Ein herzlicher Dank gilt Bernd Stegemann für den informativen und anschaulichen Vortrag sowie Barbara Müller, Annegret Kuilert und der Georg von der Vring-Gesellschaft für ihre Unterstützung des Projekts.
Artikel- und Bildnachweis: Swo / Vo




