veröffentlicht am 1. Oktober 2026

Auf den Spuren eines der bedeutendsten Braker Schriftsteller und Künstler war am Mittwoch der Geschichtskurs von Herrn Schwoon aus der Q2 unterwegs. Gemeinsam mit Frau Müller, der Vorsitzenden der Georg von der Vring-Gesellschaft, erkundeten die Schülerinnen und Schüler zu Fuß und mit dem Bus verschiedene Orte in Brake und Kirchhammelwarden, die eng mit dem Leben und Werk Georg von der Vrings verbunden sind.

Die Exkursion bildete den ersten Teil eines größeren Projekts, in dessen Mittelpunkt von der Vrings 1927 erschienener Antikriegsroman „Soldat Suhren“ steht. Der Roman verarbeitet von der Vrings Erfahrungen des Ersten Weltkriegs und machte seinen Autor überregional bekannt. Auch zeitgenössische Rezensionen zeigen, wie intensiv das Werk bereits unmittelbar nach seinem Erscheinen wahrgenommen und diskutiert wurde.

Die Spurensuche begann an von der Vrings Geburtshaus in der Schulstraße. Georg von der Vring wurde 1889 in Brake geboren und blieb seiner Heimatstadt trotz späterer Lebensstationen, u. a. in München, eng verbunden. Seit 1960 ist er Ehrenbürger der Stadt Brake – bis heute sogar ihr einziger Ehrenbürger. Eine weitere Station führte die Gruppe in das Schiffahrtsmuseum Unterweser. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler das nachgebaute Münchner Arbeitszimmer des Schriftstellers besichtigen, das mit seinen originalen Möbelstücken, Büchern und persönlichen Gegenständen einen besonders unmittelbaren Einblick in von der Vrings Arbeitswelt ermöglicht. An den Wänden befinden sich zudem Bilder des Schriftstellers, der neben seiner literarischen Tätigkeit auch als Maler arbeitete. An der Braker Kaje machte die Gruppe an einer Gedenkstele Halt, bevor es mit dem Bus weiter nach Kirchhammelwarden ging. Auf dem dortigen Friedhof befindet sich Georg von der Vrings letzte Ruhestätte.  Damit führte die Exkursion von seinem Geburtshaus bis zu seinem Grab und machte wichtige Stationen seiner Biografie unmittelbar vor Ort erfahrbar.

Dabei ging es jedoch nicht allein um biografische Daten. An verschiedenen Stationen wurden auch bekannte Gedichte Georg von der Vrings vorgetragen. Seine Lyrik eröffnete den Schülerinnen und Schülern einen weiteren Zugang zu dem Menschen hinter dem Schriftsteller: zu seinen Erinnerungen, Empfindungen und seiner engen Beziehung zu Landschaft, Heimat und den Erfahrungen seines Lebens.

Ein herzlicher Dank gilt Frau Müller und der Georg von der Vring-Gesellschaft für die fachkundige Begleitung und die Möglichkeit, Georg von der Vring nicht nur über seine Texte, sondern auch an den Orten seines Lebens kennenzulernen.

Artikel- und Bildnachweis: Swo