
veröffentlicht am 17. März 2026
Ein Artikel von Enjilina Houti:
Was haben ein Obdachloser, ein Influencer und die Polizei eigentlich gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, doch in dem Theaterstück „Ausnahmezustand im Dönerhaus“ verbindet sie alle eine Sache: Ein Döner mit alles, genauer gesagt ein Döner mit allem.
Am 03.03. um 18 Uhr führte der 13. Jahrgang des Darstellenden Spiels von Frau Rosenbrock das Stück auf. Die Schülerinnen und Schüler nahmen das Publikum mit in eine spannende, humorvolle und zugleich lehrreiche Geschichte, die vollständig in einem Dönerladen spielt. Im Verlauf des Stücks besuchen viele verschiedene Menschen den Dönerladen. Ein Obdachloser, der sich dort sehr wohlfühlt, ein Influencer, der für Klicks den weltberühmten Döner probieren möchte, zwei Belgierinnen und zwei deutsche Männer, die mit dem Dönerladenbesitzer in eine hitzige Diskussion darüber geraten, welches Essen das Beste ist. Natürlich kommen im Laufe des Stücks auch viele weitere Gäste hinzu. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Lebenssituationen treffen aufeinander, essen Döner und erleben dabei die unterschiedlichsten Situationen.
Ein Mitarbeiter des Dönerladens verliebt sich in ein italienisches Mädchen. Obwohl beide sich lieben, ist ihr italienischer Vater strikt gegen die Beziehung. Als seine Tochter plötzlich verschwindet, sucht er verzweifelt nach ihr und ist fest davon überzeugt, dass sie im Dönerladen sein muss. Am Ende stellt sich jedoch heraus, dass sie sich nicht direkt im Dönerladen befindet, sondern im Lagerraum des Dönerladens, der als Friseursalon genutzt wird, wo sie sich die Haare schneiden lassen hat. Nichtsdestotrotz blieb nach all den Ereignissen weiterhin eine große Frage im Raum: Wer hat eigentlich das beste Essen? Sind es die zwei Belgierinnen, die zwei Deutschen, der italienische Vater, die Veganerin oder bleibt es am Ende einfach bei dem geliebten Döner? Aus dieser Diskussion entwickelte sich schließlich ein Food Battle. Alle stellten ihre eigenen Gerichte vor und probierten auch die Speisen der anderen, um zu beurteilen, welches das beste Gericht ist. Dabei wurde schnell klar, dass viele der einzelnen Gerichte sehr lecker waren. Doch als die Speisen miteinander kombiniert und untereinander geteilt wurden, entstanden daraus neue und überraschend gute und geschmackvolle Kreationen. Am Ende wurde deutlich, dass es gar nicht darum geht, welches einzelne Gericht das beste ist. Viel wichtiger ist es, gemeinsam Neues auszuprobieren, Essen miteinander zu teilen und zusammen Spaß daran zu haben.
Insgesamt war der Abend der Vorstellung sehr gelungen. Neben der spannenden Aufführung gab es leckeres Gebäck, welches gegen eine Spende für den Abiball genossen werden konnte.
Artikelnachweis: Enjilina – Bildnachweis: Meira


